Ein erster Grundstein für die IBA GmbH

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IT-News aus der Region Stuttgart

20.07.2017

Ein erster Grundstein für die IBA GmbH

Der Verband Region Stuttgart beteiligt sich mit 25,1 Prozent an der Gesellschaft für die Internationale Bauausstellung (IBA) 2027 StadtRegion Stuttgart. Das hat die Regionalversammlung heute einstimmig beschlossen. 19,9 Prozent soll die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) an der IBA GmbH halten, somit wird der Anteil der Region Stuttgart insgesamt 45 Prozent betragen. Weitere Gründungsgesellschafter sollen die Landeshauptstadt Stuttgart (45 Prozent), die Architektenkammer Baden-Württemberg (5 Prozent) und die Universität Stuttgart (5 Prozent) werden. Das Budget für die über zehn Jahre laufende IBA GmbH soll jährlich zirka zwei Millionen Euro betragen. Der Verband Region Stuttgart trägt davon für sich und seine „GmbH-Tochter“ WRS rund 900.000 Euro jährlich.

Startschuss ist gefallen

Mit der heutigen Entscheidung „fällt der Startschuss für ein Projekt, das das Potenzial hat, die Region von Grund auf zu verändern, den Herausforderungen der nächsten Jahre zu begegnen und die Region zukunftsfähig zu machen“, führte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg aus. „Es geht um die Frage, wie wollen wir leben, arbeiten, uns fortbewegen, bauen und wohnen.“ Er plädierte dafür: „Geben wir den Machern der IBA die Freiräume und die Möglichkeiten, diese zu beantworten.“ Dass die Antworten nicht allen gefallen werden, liege in der Natur der Sache, so Dr. Rogg weiter: „Radikal neue Lösungen sind nur gegen Widerstände durchzusetzen, darin liegt die Größe des Projekts.“

Und wie könnten diese Lösungen aussehen? Dr. Rogg warf einen vorausschauenden Blick ins Jahr 2027, dem IBA-Präsentationsjahr. Klimahüllen für Gewerbegebiete, dezentrale, digital vernetzte Unternehmens-Hubs statt Firmenzentralen oder der 3D-Druck von ganzen Gebäuden aus klimaneutralen Rohstoffen – die IBA habe die Region mit innovativen Projekten nach vorne gebracht. Sie habe der Region internationale Beachtung und Anerkennung verschafft und die Lebensqualität spürbar verbessert.

Damit all dies wahr wird, wird die Gesellschaft nach den Beschlüssen der übrigen Projektpartner so rasch wie möglich ihre Arbeit aufnehmen. Als wichtigste Personalie steht die Suche nach und Entscheidung über einen Intendanten an, der oder die die kuratorische Leitung der IBA übernehmen wird. Er oder sie wird darüber hinaus dem Kuratorium vorstehen, das personell die thematische Breite und Vielfalt der IBA abdecken wird. Dem Kuratorium obliegt auch die Ausarbeitung der Kriterien und die Vergabe des „IBA-Labels“. Die Gründungs-Gesellschafter sind offen gegenüber weiteren Gesellschaftern, vor allem gegenüber dem Land Baden-Württemberg und sowie Städten aus der Region Stuttgart. 

Die Regionalversammlung hat heute über die neun regionalen Aufsichtsratssitze im 20-köpfigen Aufsichtsrat entschieden. Aufsichtsräte werden: Thomas S. Bopp, Irmela Neipp-Gereke, Harald Raß, Andreas Hesky, Dr. Joachim Pfeiffer, Rainer Ganske, Dr. Walter Rogg, Dr. Jürgen Zieger und Peter Rauscher. 

Vorfreude auf die konkrete Arbeit

Für die CDU-Fraktion sagte Dr. Joachim Pfeiffer: „Wir nehmen eine Weichenstellung vor, die das Potenzial hat historisch zu sein.“ Er erwartet von der IBA „wegweisende Impulse für das Leben in Agglomerationen im 21. Jahrhundert.“ Dafür bedarf es klarer Konzepte, einer Aufbruchsstimmung und eines Gesichts der IBA. Dr. Pfeiffer sprach sich für eine hohe Qualität aus. „Die IBA darf kein Gemischtwarenladen werden, kein Sammelsurium von Projekten.“

„Wir Grüne freuen uns auf die IBA, weil im Wettbewerb der Ideen zukunftsweisende Lösungen erarbeitet werden können“, sagte Fritz Kuhn. Als Themen nannte er innovative Energie- und Verkehrskonzepte oder sozial gemischten Wohnungsbau im Rosensteinquartier. Spannend werde es, Avantgarde und intelligente Beteiligungsformen zusammenzubringen. Kuhn ermunterte die Städte aus der Region, sich einzubringen. 

Dr. Jürgen Zieger (SPD) spürt eine „deutliche Euphorie“. Aber die Gründung der IBA GmbH alleine sei noch kein Garant für Erfolg. Die IBA sei ambitioniert. Notwendig sei eine gute fachliche Qualität der Gremien und viel „Teamgeist“, den es in die Städte und Gemeinden der Region zu tragen gelte. Auch inhaltlich müsse die IBA Kontur gewinnen, denn „nicht jede Reihenhauszeile mit Grasdach ist ein IBA-Projekt.“

An den nicht einfachen Weg hin zur Gründung der IBA GmbH erinnerte Andreas Hesky (Freie Wähler). Die Messlatte einer erstmals „regionsweiten Veranstaltung“ sei hoch. Es handele sich in mehrfacher Hinsicht um eine „Herkulesaufgabe“. So müsse inhaltlich „klare Kante“ gezeigt werden und die bisherigen Themen „auf den Wesenskern eingedampft werden.“

„Die Themenfindung ist gelungen und vielversprechend“, sagte Peter Rauscher (Linke). Er kritisierte, dass die Regionaldirektorin als gesetzliche Vertreterin des Verbands Region Stuttgart nicht Mitglied des IBA-Aufsichtsrats sei. 

„Die IBA wäre eine Plattform für Lösungen, die die nächsten Jahre beeinflussen“, anerkannte Albrecht Braun (FDP) den Wert des Projekts an sich. Er kritisierte ebenfalls das Fehlen von Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling im IBA-Aufsichtsrat. 

„Wir wollen, dass die IBA ein gelungenes Projekt wird, von dem die Menschen in 100 Jahren noch gut sprechen“, formulierte Stephan Schwarz (AfD). Seine Gruppe „freue sich auf ein erfolgreiches Projekt für alle Menschen in der Region.“

„Wir legen Wert darauf, dass sich hier nicht nur Groß- und Mittelstädte im engen Umkreis von Stuttgart sammeln, sondern auch kleine Gemeinden“, sagte Ulrich Deuschle (Innovative Politik/Republikaner).

Die IBA 2027 StadtRegion Stuttgart…

… wird sich mit zentralen Fragen zum künftigen Leben in der Region Stuttgart beschäftigen. Unter Federführung der regionalen Wirtschaftsförderung und finanziert vom Verband Region Stuttgart brachte ein breit angelegter Plattformprozess das thematische Gerüst mit den vier Leitthemen „Baukultur in einer neuen Moderne“, „Integrierte Quartiere“, „Neue Technologien für die lebenswerte StadtRegion“ und „Region ist Stadt und Stadt ist Region“. Ergänzt werden diese um die vier Querschnittsqualitäten mobile, nachhaltige, solidarische und partizipative Region.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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