Gemeinsame Kraftanstrengung

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IT-News aus der Region Stuttgart

23.03.2016

Gemeinsame Kraftanstrengung

 

STUTTGART: Die Städte und der Verband Region Stuttgart sprechen mit einer Stimme, um möglichst schnell bezahlbaren Wohnraum auf geeigneten Flächen zu schaffen. Um gerade auch mehr sozialen Wohnungsbau hinzubekommen, seien finanzielle Anreize von Bund und Land mehr als hilfreich. Eine Internationale Bauausstellung in der Region Stuttgart (IBA) könnte dazu beitragen, modellhaft innovative Ansätze für verdichtetes und preiswertes Wohnen darzustellen, vielleicht sogar mit neuen Standards. Das waren einige Ergebnisse des heutigen Wohnbaugipfels. 

Dazu hatte der Verband Region Stuttgart Oberbürgermeister und Bürgermeister aus Städten mit regionalen Wohnbauschwerpunkten eingeladen. „Es ist dringend notwendig, eine regional abgestimmte Lösung für den Bau von preiswertem Wohnraum zu finden, betonte der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart bei diesem Dialog mit 26 Oberbürgermeistern und Bürgermeistern aus der Region, darunter Stuttgarts OB Fritz Kuhn.  

Der demografische Wandel führe dazu, dass der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen weiter steigen werde, unterstrich Bopp. „Das Thema Wohnen geht alle an.“ Die Analyse ist klar: In den nächsten Jahren würden rund 150.000 Menschen in den Ruhestand gehen. Diese Stellen würden von neuen, zugewanderten Arbeitskräften besetzt, die wiederum Wohnungen brauchen. „Klappt das nicht, wird die Region Stuttgart mit finanziellen Nachteilen leben müssen, wegen zurückgehender Steuereinnahmen“. Auch die Wanderungsmuster nach Altersgruppen sprächen eine deutliche Sprache, so Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling: „Junge, kreative Köpfe braucht die Region und diese brauchen Wohnraum“. Zur Ausbildung oder fürs Studium zieht es viele junge Leute in urbane Zentren der Region Stuttgart. Junge Familien suchen ihr neues Zuhause eher im Stuttgarter Umland. 

Gemeinsame Aufgabe, finanzielle Anreize
Es sei eine gemeinsame Aufgabe, kostengünstigen Wohnraum zu schaffen, waren sich die Teilnehmer des Wohnbaugipfels einig. Dabei sei eine regionalplanerische Steuerung in Absprache mit den Kommunen notwendig. Einmütig forderten sie von Bund und Land finanzielle Anreizsysteme für die Kernregion Baden-Württembergs. In der offenen, gut zweistündigen Diskussion, kamen weitere Aspekte auf den Tisch, die schnelles Handeln im Sinne von mehr bezahlbarem und sozialem Wohnraum schwierig machen. Angesichts der angespannten Situation sei die Zeit mehr als reif umzudenken. So sei es fraglich, ob der Weg, Bebauungspläne über Bürgerbegehren zu kippen, wie es die novellierte Gemeindeordnung vorsieht, zielführend ist. Im Gegenteil: Wie wichtig Wohnen und Gewerbe für die Zukunftssicherung des Standorts sind, sei der Bevölkerung vor Ort nicht immer klar. Die grundsätzliche Sorge über mehr Verkehr führe vielfach zu einer Blockadehaltung.

Um zusätzlichen Verkehr zu vermeiden, sieht der Regionalplan entlang der S-Bahn-Strecken 41 regionale Wohnbauschwerpunkte vor. „Das ist die Wachstumsreserve für die Region“, sagte Planungsdirektor Thomas Kiwitt. Er plädierte für eine kompakte Siedlungsentwicklung. „Flächensparen macht erst in Zeiten wachsender Bevölkerungszahlen Sinn. Flächensparen bei schrumpfender Bevölkerung ist nicht schwer.“ Er sieht die Dichtevorgaben des Regionalplans als wichtigen regionalen Beitrag zum Flächensparen.  

Alles in allem stehen auf dem Papier und in den Plänen Wohnbauflächen für fast 150.000 Menschen. Doch, wie können diese schnell bebaut werden? Es geht nur gemeinsam! Diese Botschaft sendet der Wohnbaugipfel. Und: Es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Hier setzt eine Fachtagung des Verbands Region Stuttgart am 8. Juli an. Viele Aspekte der heutigen Diskussion sollen dann ebenso vertieft werden wie der heutige Dialog.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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