Handlungsbedarf für mehr Gewerbeflächen

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IT-News aus der Region Stuttgart

29.06.2017

Handlungsbedarf für mehr Gewerbeflächen

In der Region Stuttgart ist das Angebot an Industrie- und Gewerbeflächen weiter zurückgegangen. Ein Bericht der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) vom Juni 2017 beziffert die sofort verfügbaren Flächen auf der grünen Wiese mit 97 Hektar, 23 davon entfallen auf die vom Verband Region Stuttgart als Regionale Gewerbeschwerpunkte ausgewiesenen Gebiete. Nach Auskunft der befragten Kommunen sollen dort planmäßig in den kommenden fünf Jahren insgesamt 61 Hektar zur Baureife geführt werden. Um mittelfristig die Nachfrage aus Industrie und Gewerbe erfüllen zu können, müssten in den Kommunen der Region jährlich über 100 Hektar neu ausgewiesen werden, heißt es in dem Papier. „Es ist ein dringender Handlungsbedarf auf allen politischen Ebenen zu erkennen“, erklärte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg im Wirtschaftsausschuss des Verbands Region Stuttgart. Gemeinsam mit der Hochschule St. Gallen in der Schweiz arbeite die regionale Wirtschaftsförderung mit Hochdruck an Umsetzungsinstrumenten und konkreten Maßnahmen zur Förderung der Gewerbeflächenaktivierung in der Region. Mit der Vorstellung von Handlungsempfehlungen soll nach der Sommerpause die Diskussion auf regionaler Ebene fortgesetzt werden.  

Handlungsempfehlungen nach der Sommerpause
„Wenn wir nicht gegensteuern, zeichnet sich eine weitere Verschärfung der Angebotslücke ab. Wir laufen Gefahr, dass Entscheidungen über Zukunftsinvestitionen an uns vorbeigehen“, skizzierte Rogg die möglichen Folgen. Insgesamt verfüge die Region Stuttgart über ein Gesamtpotenzial von 880 Hektar planungsrechtlich möglicher Neu- und Bestandsflächen, die nur bei vollständiger und rascher Aktivierung den Bedarf der nächsten fünf Jahre decken könnten.  

Für die jetzt vorliegende Analyse hat die WRS auf Basis des Regionalentwicklungsberichts des Verbands Region Stuttgart vom vergangenen Jahr in einer ausführlichen Untersuchung weitere Datenquellen erschlossen, die Gewerbeflächensituation analysiert und Entwicklungstrends aufgezeigt. Unter anderem wurden bei allen 179 Städten und Gemeinden der Region Daten abgefragt, Einschätzungen von Unternehmen eingeholt und – basierend auf Nachfragedaten der letzten fünf Jahre – eine Prognose über den zukünftigen Flächenbedarf erstellt.  

Digitalisierung braucht Flächen
Als Nachfrageschwerpunkte haben sich die industriellen Kerne der Region herausgestellt, das sind die Mittelbereiche Stuttgart mit 226 Hektar, Ludwigsburg/Kornwestheim mit 107, Böblingen/Sindelfingen mit 94, Esslingen mit 72 und Waiblingen/Fellbach mit 61 Hektar. Verschärfend wirkt sich der industrielle Wandel hin zu Digitalisierung und Elektromobilität aus, der einen erhöhten Flächenbedarf mit sich bringt. Dieser kann nur sehr begrenzt auf Bestandsflächen realisiert werden, da die bestehenden Nutzungen parallel weiterlaufen. Besonders stark nachgefragt werden in den nächsten Jahren Flächen für Logistik sowie Forschung und Entwicklung, während Produktionsflächen konstant bleiben und Büros nur noch leicht zulegen. (hel)

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

„Stand heute sind wir ausverkauft. Wir müssen diesem Thema große Beachtung schenken und herausbekommen warum die Flächen nicht aktiviert sind“, sagte Dr. Wolfgang Häfele für die CDU-Fraktion. Dorothee Kraus-Prause von Bündnis 90 / Grüne plädierte dafür, Recyclingflächen besser für Gewerbegebiete zu nutzen und Platz sparend zu bauen. Für die SPD bedauerte Dr. Jürgen Zieger, dass die öffentliche Meinung angesichts der Vollbeschäftigung davon geprägt sei, nicht immer mehr Flächen auszuweisen.

 

„Ein Katastrophenszenario, dessen Auswirkungen schleichend eintreten“, nannte Bernhard Maier von den Freien Wählern den Bericht. Er sieht einen „Handlungsbedarf erster Güte. Peter Rauscher von der Fraktion Die Linke will sich „auf Fragen der Innenentwicklung konzentrieren, aber nicht nach neuen Flächen schielen in unserer dicht besiedelten Region.“ Albrecht Braun von der FDP regte an, „den Begriff Logistikflächen differenzierter zu betrachten“, um deren Ausweisung zu erleichtern, je nachdem ob es um reine Lagerflächen oder um produktionsgebundene Logistik geht. Stephan Schwarz (AfD) setzt darauf, Gemeinderäte für das Thema zu sensibilisieren und Ulrich Deuschle von der Gruppe Innovative Politik denkt daran, das Programm für interkommunale Gewerbegebiete wieder aufzulegen.

 

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