Mobil in die Zukunft

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IT-News aus der Region Stuttgart

21.07.2016

Mobil in die Zukunft

Taktverbesserungen, Spätverkehr, Nacht-S-Bahnen, die S-Bahn-Verlängerung vom Flughafen nach Neuhausen. Das sind einige Beispiele dafür, wie der Verband Region Stuttgart durch ein besseres Fahrplanangebot bei der S-Bahn und den Ausbau der Infrastruktur den ÖPNV aktiv vorangebracht hat. Die steigendenden Fahrgastzahlen belegen dies. Für die künftige Verbesserung der Infrastruktur sei es notwendig, den Zulauf zur neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße in den Blick zu nehmen und die Chancen einer möglichen Nutzung der Panoramatrasse in Stuttgart. Bei all diesen Überlegungen sei die Zuverlässigkeit der S-Bahn ein zentrales Handlungsfeld, sagte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling gestern in der Regionalversammlung. „Die Verbesserung der Pünktlichkeit der S-Bahn ist eine Aufgabe, die Hand in Hand gehen muss mit allen Überlegungen zur Weiterentwicklung des ÖPNV.“ Anlass war die Aussprache über die Weiterentwicklung des ÖPNV in der Region Stuttgart. 

Doch damit nicht genug. Soll das gemeinsame Ziel des ÖPNV-Pakts erreicht werden, bis 2025 die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen um 20 Prozent zu steigern, braucht es weitere Anstrengungen. Zum einen müssen alle Partner des 2014 geschlossenen ÖPNV-Pakts, das Land, die Landeshauptstadt, die VVS-Landkreise und die Region Stuttgart ihre Hausaufgaben erledigen. Zum anderen müssen die Chancen und Möglichkeiten, individuelle und öffentliche Verkehrsmittel geschickt zu kombinieren noch stärker genutzt werden. Ebenso wichtig sind Fortschritte bei der Verkehrsbeeinflussung und Busbeschleunigung. Beide Themen sind geprägt von neuen technologischen Entwicklungen. „Gerade im regionalen Mobilitätsmanagement sehen wir weiteren Handlungsbedarf, der sich zu guten Teilen auf die Forcierung der Zusammenarbeit in der Region konzentriert“, so Dr. Nicola Schelling weiter. Diesen Weg trägt die Regionalversammlung einstimmig mit. Sie hat gestern beschlossen, „gemeinsam ein regionales Mobilitätsmanagement im Rahmen einer regionsübergreifenden interkommunalen Kooperation zu entwickeln.“ Erste Auftaktgespräche sollen bereits im Herbst geführt werden. 

Bei der Erfüllung seiner neuen Aufgaben aus dem ÖPNV-Pakt könne der Verband Region Stuttgart Erfolge vorweisen, führte Dr. Schelling weiter aus. Der Betrieb der drei neuen Expressbuslinien sei vergeben, die Allgemeine Vorschrift in Kraft. „Mit ihr sorgen wir dafür, dass der eigenwirtschaftliche Verkehr in der Region Stuttgart wieder Fuß fassen kann.“ Mit Unterstützung der WRS GmbH seien europäische Fördergelder aus dem RegioWIN-Wettbewerb in Höhe von acht Millionen Euro eingeworben worden. Das Geld kommt dem Aufbau einer Mobilitätsplattform und der Entwicklung von regionalen Mobilitätspunkten zugute. Weitere Themen seien Park und Ride, Stellplätze für Car-Sharing oder der Pedelecverleih. All dies bedürfe einer regionalen Bündelung und der Kooperation mit Städten sowie Gemeinden. 

„Lassen Sie uns gemeinsam für einen leistungsfähigen und pünktlichen ÖPNV in der Region Stuttgart kämpfen“, so der Appell von Rainer Ganske (CDU). Bisher hätten alle Beteiligten große Anstrengungen unternommen. Die Ausweitung des Viertelstundentaktes über den ganzen Tag hinweg habe für seine Fraktion eine hohe Priorität. Der Verband Region Stuttgart habe mit den zehn neuen Fahrzeugen seinen Beitrag zu mehr Pünktlichkeit geleistet. „Für uns ist jetzt die Bahn in der Pflicht“, machte er unmissverständlich klar. 

„Der Anteil der Fahrten im öffentlichen Verkehr muss deutlich und überproportional erhöht werden, damit der Individualverkehr zurückgeht“, so die Auffassung von Eva Mannhardt (Grüne). Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs brauche mehr Geld, so ihre Forderung. Die Region könne hier eine Diskussion anstoßen – mit allen Partnern und Wirtschaftsverbänden. Auch müsse man sich die Frage stellen: „Wie viel Mobilität überhaupt bewältigt werden kann?“

Auf dem ÖPNV-Pakt muss aufgebaut werden, sagte Thomas Leipnitz (SPD). Die Panoramabahn eröffne Perspektiven für den Schienenverkehr der Zukunft. Die Stammstrecke müsse mit ETCS ausgerüstet und um ein drittes Gleis ergänzt werden. „Wir brauchen eine regionale Mobilitätsagentur. Ein guter ÖPNV benötigt aber auch und gutes Taktangebot“. Auch die Tarifangebote müssten attraktiv sein, plädierte er erneut für ein regionales Sozialticket.

Bernhard Maier (Freie Wähler) stellte fest, dass alle Beteiligten „unglaublich viel Geld für den ÖPNV in die Hand genommen haben“. „Realistisches Nahziel“ müsse es sein, den ÖPNV-Anteil zu halten. Auch er forderte mehr Geld von Bund und Land. „Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Weiterentwicklung ist der Konsens der Aufgabenträger, der durch den ÖPNV-Pakt erzielt wurde.“

„Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet“, lautet die Bilanz aus Sicht von Wolfgang Hoepfner (Linke). Konsequenter Ausbau des ÖPNV sowie Beschränkungen und gegebenenfalls Fahrverbote seien notwendig.

„Wir brauchen eine attraktive und eine verlässliche S-Bahn“, machte Gudrun Wilhelm (FDP) deutlich. „Derzeit ist die S-Bahn „meilenweit entfernt von einem optimalen System.“ 

Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politik/AfD) sagte: „Der ÖPNV muss technisch neu strukturiert und ausgebaut werden.“ Die S-Bahn der Zukunft müsse ein High-Tech-Produkt sein.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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