Private Pakete an den Arbeitsplatz liefern

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06.07.2017

Private Pakete an den Arbeitsplatz liefern

Privates Paket am Arbeitsplatz zugestellt

Privates Paket am Arbeitsplatz zugestellt

Ein angemessenes Gehalt ist bei der Jobwahl nach wie vor ein entscheidendes Kriterium. Immer öfter stellt sich jedoch heraus, dass es nicht allein das monatliche Salär ist, was für Arbeitnehmer zählt. Viele der Nachwuchskräfte, insbesondere die Generationen Y und Z, die ab jetzt auf den Arbeitsmarkt strömen, suchen in ihrer Tätigkeit Sinn und Erfüllung und legen Wert auf Work-Life-Balance.

Eine pfiffige Lösung des Herrenberger Startups Pakadoo leistet hierzu einen Beitrag.   Neben Leistungen wie Firmenwagen, -handy oder Essenszulage rücken immer mehr Angebote in den Fokus, die die Lebensqualität der Mitarbeiter steigern sollen. Bei den sogenannten „Fringe Benefits“ handelt es sich nicht unbedingt um große finanzielle Aufwände. Die Maßnahmen sollen vielmehr dabei helfen, die Arbeitnehmer im Alltag zu entlasten. Ein Beispiel dafür ist das Angebot „Pakadoo“ des Kontraktlogistikers LGI aus Herrenberg.  

Die Firma hat 2015 einen digitalen Service entwickelt, mit der Privatpakete offiziell im Unternehmen zugestellt werden können. Anhand einer Identifikationsnummer werden die eingehenden Sendungen als Privatlieferung identifiziert, und es gelangen so keine unautorisierten Pakete ins Gebäude. Mit einer App erfasst der zuständige Mitarbeiter das Paket und ordnet sie so dem Empfänger zu. Gleichzeitig versendet die Anwendung eine automatische Benachrichtigungsmail. Ähnlich wie in Postfilialen oder Paketshops kann das Paket über den mitgesendeten Code zuverlässig an den jeweiligen Mitarbeiter ausgegeben werden. Diese Arbeitsschritte benötigen jeweils nur wenige Sekunden – der Mehraufwand ist damit verschwindet gering. Und die Mitarbeiter müssen zuhause nicht den Nachbarn bemühen oder sparen sich die Autofahrt zur Packstation.  

Für Firmen und Mitarbeiter gratis  

Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist die Nutzung gratis – die Kosten tragen allein die Paketzustelldienste, denn sie profitieren davon, dass sie weniger Abladestellen anfahren müssen. Arbeitgeber müssen lediglich Lagerplatz für die Päckchen zur Verfügung stellen. Hierfür bietet sich die Poststelle oder der Wareneingang im Unternehmen an, da die privaten Sendungen meist zusammen mit den geschäftlichen angeliefert werden und vom dortigen Personal mit in Empfang genommen werden. Noch mehr Flexibilität bieten die Pakadoo-Paketschränke. an denen die Mitarbeiter rund um die Uhr ihre Pakete abholen können. In die Paketschränke können Lieferungen aller Zustelldienste eingelagert werden. Durch spezielle Kühlmodule können selbst Frischelieferungen, wie Lebensmittel oder Medikamente, an der Arbeitsstelle empfangen werden.  

In etablierten Firmen Gründergeist schaffen  

Schon in kurzer Zeit hat Pakadoo zahlreiche Unternehmen deutschlandweit und auch in der Region überzeugt, darunter beispielsweise Hewlett Packard, die Landesbank Baden-Württemberg, die Südwestbank und der Stuttgarter Standort der R+V Versicherungen. Zudem hat Pakadoo das eigene Unternehmen verändert: Interne Startups bieten eine große Chance, neue Ideen zu forcieren, sofern sie genügend Freiraum erhalten, um neue Arbeitsmethoden, Instrumente oder Prozesse auszutesten. Für etablierte Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, sich an neue Themen heranzutasten, ohne dabei auf volles Risiko zu gehen. Mit dem digitalen Zustellkonzept wirbelt Pakadoo nicht nur die Paketbranche auf. Auch im Mutterkonzern weht ein frischer Wind: "Wir haben eine Unternehmenskultur geschaffen, die gegenüber kreativen Ideen und Innovationen offen ist und echten Gründerspirit entwickelt hat", sagt Markus Ziegler, der Geschäftsbereichsleiter von Pakadoo.

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