Schrittweise zu mehr Barrierefreiheit

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IT-News aus der Region Stuttgart

25.01.2017

Schrittweise zu mehr Barrierefreiheit

Die Vorplanungen für die Erhöhung der Bahnsteige 1 und 2 an der S-Bahn-Haltestelle Rommelshausen (S 2) können beginnen. Damit arbeitet der Verband Region Stuttgart entsprechend seiner Priorisierung Schritt für Schritt weiter am barrierefreien Ausbau von S-Bahn-Stationen.   

Der Verkehrsausschuss hat heute einstimmig einer Vereinbarung zur Finanzierung der ersten Planungsphase mit der DB-Tochter Station & Service zugestimmt. In den Vorplanungen soll nun untersucht werden, ob die Bahnsteige komplett oder teilweise auf die S-Bahn-Einstiegshöhe von 96 Zentimetern umgebaut werden können. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob es möglich ist, den Abstand zwischen dem Bahnsteig und dem Fahrzeug zu verringern. Denn die S-Bahn-Haltestelle Rommelshausen liegt ebenso wie die Station Feuerbach in einer Kurve. Dass überhaupt mit den Planungen begonnen werden kann, bezeichnete Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler als ersten Erfolg. Er erinnerte daran, dass dafür zunächst intensive Überzeugungsarbeit bei der Deutschen Bahn AG geleistet werden musste. Denn auf den Gleisen in Rommelshausen fahren nicht nur S-Bahnen, sondern auch Güterzüge. Der Verband Region Stuttgart übernimmt pauschal 176.000 Euro für die Vorplanungen. Die Erhöhung der kompletten Bahnsteiglänge kostet geschätzt rund 3,5 Millionen Euro. Eine verlässlichere Kostenprognose wird mit dem Ergebnis der Vorplanungen vorliegen, ebenso ein ungefährer Zeitplan für die weiteren Planungen sowie die Umsetzung. 

Soweit die gute Nachricht. Weniger erfreuliche Neuigkeiten schneiten der DB Station & Service zum barrierefreien Umbau der Station Feuerbach vor Weihnachten ins Haus. Auch hier hatte sich der Verband Region Stuttgart im Sommer 2014 verbindlich bereit erklärt, pauschal die Planungskosten in Höhe von 455.000 Euro zu übernehmen. Bedingung war, dass der Bahnsteig am Gleis 1 während der Bauarbeiten zu Stuttgart 21 auf 96 Zentimeter erhöht wird. Vor Weihnachten machte die mit dem Ausbau Station Feuerbach beauftragte Baufirma deutlich höhere Kosten für die Bahnsteigerhöhung geltend. Sollte der Umbau des Bahnsteigs wie geplant im Februar 2017 erfolgen, hätte die DB sich gegenüber dem Bauunternehmen noch vor Weihnachten bereit erklären müssen, die Kosten zu übernehmen. Das lehnte die DB ab, weil durch die Kostenerhöhung die Finanzierung insgesamt in Schieflage geraten ist. Der barrierefreie Umbau des Bahnsteigs am Gleis 1 kann deshalb nach Auffassung der DB erst nach Fertigstellung von Stuttgart 21 erfolgen. Damit wollte sich der Verkehrsausschuss heute keinesfalls abfinden. Spätestens im Frühjahr soll das Thema erneut auf die Tagesordnung. Dann soll beraten werden, wie trotzdem die Situation am Gleis 2 in Feuerbach verbessert werden kann.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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