Smartphone-App als Lotse zum freien Stellplatz

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IT-News aus der Region Stuttgart

19.10.2016

Smartphone-App als Lotse zum freien Stellplatz

Rund 2 500 Sensoren hat die Robert Bosch GmbH in den letzten Monaten auf insgesamt 15 Park + Ride-Plätzen entlang der S 2 (Schorndorf) und S 3 (Backnang) montiert. Und das Prinzip, mit Hilfe dieser Sensoren in Echtzeit die Parkplatzauslastung anzuzeigen, funktioniert. Das hat eine Demonstration im Park + Ride-Parkhaus in Backnang Mitte Oktober gezeigt. Für Vertreter beteiligter Kommunen sowie des Verbands Region Stuttgart als Partner des Pilotprojekts zeigten die Bosch-Verantwortlichen, wie es geht. Einparken, und Sekunden später wechselt die Internet-Anzeige auf Rot, der Platz ist belegt. Ausparken, Sekunden später geht die Anzeige auf Grün, der Platz ist frei.  

Was im Kleinen klappt, wird nun auf elf Stationen übertragen. „Wir beginnen bereits in wenigen Wochen den Testlauf mit allen 2 500 vernetzten Stellplätzen, sagt Stefan Nordbruch, Projektleiter im Bosch-Projekt Connected Parking. „Anfang 2017 kann das Pilotprojekt zur Erfassung der Parkplatzsituation der Park + Ride-Plätze entlang der S 2 und S 3 in den regulären Betrieb gehen.“ 

Im laufenden Regelbetrieb wird die Information über freie Stellplätze über die App und Internetseite des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart GmbH (VVS) für jeden abrufbar sein.  

„Mit diesem Pilotprojekt betreten wir Neuland“, sagt Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. „Die Demonstration hat uns ermutigt, dass wir davon viele neue Erkenntnisse erwarten dürfen, die uns beim regionalen Park + Ride-Konzept helfen“. Neue Informationen erhofft er sich unter anderem zur Auslastung der Park + Ride-Plätze. Ob Echtzeitinformation zu freien Park + Ride-Plätzen tatsächlich mehr Autofahrer in Busse und Bahnen bringen, wird ebenfalls Gegenstand begleitender Untersuchungen sein.

Das Pilotprojekt an elf Stationen entlang der Linien S 2 und S 3 ist mit den Projektpartnern für eine Laufzeit von zwei Jahren vereinbart. In dieser Zeit werden die Belegungsdaten ausgewertet und nächste Schritte vorbereitet. Unter anderem muss ermittelt werden, welcher Aufwand für den dauerhaften Betrieb des Systems erforderlich ist. Erst dann kann in den politischen Gremien entschieden werden, ob die Erfassung der Belegungssituation nach der Projektphase weitergeführt und auf weitere Park + Ride-Anlagen ausgeweitet werden kann. 

In der Region Stuttgart gibt es über 100 Park + Ride-Anlagen mit 50 bis 700 Stellplätzen. Im Bereich des Pilotprojekts verfügt die kleinste Anlage über 49 Plätze (Schorndorf) und die größte über 520 Stellplätze (Waiblingen).

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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