Spannende Lösungen beim 4. Stuttgarter Hackathon

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IT-News aus der Region Stuttgart

17.11.2015

Spannende Lösungen beim 4. Stuttgarter Hackathon

Eine flexible Monatskarte für den Bus, eine Prämie für den sorgfältigen Umgang mit Mietautos oder eine Katzenklappe, die nur das eigene Haustier hereinlässt: das sind praxisnahe Anwendungen, die beim vierten Stuttgarter Hackathon entstanden sind. Mehr als 50 Teilnehmer zwischen 16 und 35 Jahren haben sich am vergangenen Wochenende der Aufgabe gestellt, binnen 48 Stunden eine Lösung zu entwickeln, die entweder als App oder als automatisiertes System praxisnah funktioniert. 

Federführend beim Stuttgarter Hackathon war das Sindelfinger IT-Haus  logicline GmbH. Unterstützt wurde der Wettbewerb für Software-Begeisterte von Bosch und der Daimler-Tochter car2go. „Für die Unternehmen ist von großem Interesse, wie Außenstehende mit neuem Blick Ideen für neue Lösungen einbringen und sie schnell umsetzen“, erklärt logicline-Chef Edgar Schüber  den Hintergrund der Veranstaltung. "Wir sind von den vielen guten Teilnehmern angetan und sehen, dass praktisch alle Teams trotz der kurzen Zeit ihre Ideen umsetzen und präsentieren konnten." Der Andrang der Interessenten sei riesig gewesen und die verfügbaren Plätze waren in kurzer Zeit vergeben.  Darum denke man bereits darüber nach, die Veranstaltung im kommenden Jahr auszuweiten, so Schüber.

Den ersten Preis erhielt das Projekt „Touchless Travel“, einer Mobility App, mit der Fahrgäste mit dem Bus fahren können, ohne vorher ein Ticket kaufen zu müssen. Vor allem für Passagiere, die sich nicht gut in einer Stadt auskennen, bleibt somit das Rätselraten am Fahrkartenautomaten erspart. Die Nutzer verbinden sich mittels iBeacon Technologie (Bluetooth) mit dem Abrechnungssystem im Bus. Da dazu weder GPS, Wifi oder Mobilfunk benötigt werden ist das System besonders robust. Die Abrechnung erfolgt über die Handyrechnung am Ende des Monats und der günstigste Tarif wird automatisch berücksichtigt (Einzelfahrt, Tages-, Wochen- oder Monatsticket). "Es ist immer wieder faszinierend mit welchem Enthusiasmus die Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit Ihre Konzepte in fertige Anwendungen umsetzen. Wir freuen uns, dass die Robert Bosch GmbH dieses Format unterstützen konnte.", so Nico Kreinberger von Bosch, der zugleich auch in der Jury vertreten war.

Der Preis für die beste App ging an das Projekt „Greenbox“. Hier verbindet sich der Nutzer mit einem System im Mietwagen, das das Fahrverhalten erfasst und auswertet. Wer mit dem gemieteten Wagen besonders pfleglich umgeht und so weniger Verschleiß von Reifen, Bremsen oder Kupplung verursacht, erhält einen Bonus. Die Autovermieter erreichen somit, dass die Kosten pro Fahrzeug sinken und durch defensive Fahrweise das Risiko von Unfällen verringert wird. Das Projektteam hat dazu einen speziellen Algorithmus entwickelt, der die Daten von  IMU Sensor (für Beschleunigung) und GPS (für Geschwindigkeit) erfasst und zu einem Punktesystem auswertet. Daraus ergibt sich der Wert für einen Gutschein, der noch im Fahrzeug ausgegeben werden kann. Dafür erhielt das Team auch von Leitz den Preis für den  innovativsten Einsatz des Leitz Icon Druckers. "Die Kreativität, der Teamgeist und der Umsetzungswille, der sich hier in nur zwei Tagen entwickelt, ist immer wieder inspirierend und zeigt sehr anschaulich, wie Produkte zukünftig entwickelt werden. Wir unterstützen dies sehr gerne, weil diese Herangehensweise auch Teil unseres Erfolgsrezeptes ist", betonte Jurymitglied Helmuth Ritzer von car2go.

Der Preis für die beste Präsentation ging an das Projekt „flapp“, das sich mit einem Problem vieler Katzenbesitzer beschäftigt hat: Wie stellt man sicher, dass nur das eigene Tier die Zugangsklappe ins Haus nutzt und nicht auch andere ungebetene Gäste? Auch hier ist eine App die Lösung, mit der der Mensch seinem Stubentiger die Klappe auch von unterwegs öffnen kann. Verwendete Technologien: Webcam, Tinkerforge, RFID-Chip.

Die Lösungen der Hackathon-Teams in Stuttgart belegen, welches Potential automatisierte Anwendungen und das sogenannte Internet der Dinge (IoT) birgt. Zum Ende der Dekade werden mehr als 14 Milliarden Geräte und Systeme miteinander vernetzt sein und ohne menschliches Zutun Daten austauschen.

weitere Infos unter http://www.hackathon-stuttgart.de/

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