Wie Computer Videos erkennen

RSS

IT-News aus der Region Stuttgart

22.01.2015

Wie Computer Videos erkennen

Mit dem Prinzip des optischen Flusses  kann das Gesicht eines Schauspielers mit realistischer Mimik und Gestik rekonstruiert werden (Bild: Universität Stuttgart)

Mit dem Prinzip des optischen Flusses kann das Gesicht eines Schauspielers mit realistischer Mimik und Gestik rekonstruiert werden (Bild: Universität Stuttgart)

Fahrerassistenzsysteme, die Hindernisse im Straßenverkehr erkennen, visuelle Effekte in Filmen, computeranimierte Charaktere und Bildverarbeitung in der Medizin, um das Wachstum eines Tumors zu beobachten: Hinter all diesen Technologien steckt ein Verfahren, an dessen stetiger Verbesserung die Informationsforschung seit Jahren arbeitet, der sogenannte optische Fluss. Ein Spezialist auf diesem Gebiet ist Professor Andrés Bruhn vom Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Universität Stuttgart. Auf der European Conference on Computer Vision in Zürich wurde er jüngst gemeinsam mit Fachkollegen für eine vor zehn Jahren entwickelte Methode mit einem der renommiertesten Preise auf dem Gebiet des maschinellen Sehens ausgezeichnet, dem Jan Koenderink Prize for Fundamental Contributions in Computer Vision.

Mit dem Prinzip des optischen Flusses können Computer Bewegungen in einem Video erkennen. Dahinter verbirgt sich ein Algorithmus, der jeden Bildpunkt eines einzelnen Videobildes betrachtet und dessen Verschiebung in Bezug zu einem Referenzbild errechnet. Zahlreiche Technologien lassen sich auf dieser Basis realisieren. Beispielsweise können in einem Film real nicht existierende Zwischenbilder erstellt werden, um Zeitlupeneffekte ohne Qualitätsverlust zu erzeugen oder aus Videoaufnahmen computergenerierte Filmsequenzen zu erstellen. Das Gesicht eines Schauspielers kann auf diese Weise mit realistischer Mimik und Gestik rekonstruiert werden und dann durch einen virtuellen Charakter ersetzt werden.

Auch Anwendungen im Fahrzeugbau basieren auf der Methode. So gibt es Fahrerassistenzsysteme, die auf Basis von Kamerabildern Abstände zu Hindernissen erkennen, sich bewegende Objekte identifizieren, Kollisionen vorhersagen oder andere Aussagen über die Verkehrssituation treffen. Ein weiterer Wirtschaftszweig, in dem der optische Fluss zum Einsatz kommt, ist die medizinische Bildverarbeitung. Dort werden beispielsweise verschiedene Aufnahmen überlagert, um das Wachstum eines Tumors konkreter untersuchen zu können.

„Die verfügbaren Methoden des optischen Flusses haben sich in vielen Anwendungen bewährt“, sagt Andrés Bruhn, „aber dennoch unterliegen sie einer Vielzahl von Beschränkungen. Diese weiter zu minimieren und weitere Anwendungsfelder zu erschließen ist das Ziel unserer Arbeit.“ Insbesondere beschäftigt sich sein Forscherteam mit der Verwertung von Aufnahmen mit schlechter Beleuchtung oder raschen Bewegungs- oder Farbänderungen.

    IT Region Stuttgart auf TWITTER

    Tweets

    vor 6 Tagen
    IT Region Stuttgart @IT_Region
    Morgen Abend, 20. Juni, ist wieder MEETUP INDUSTRIE 4.0 UND IOT bei RedHat in #Stuttgart . @RedHatDACH https://t.co/iJh5076pJL
    vor 16 Tagen
    IT Region Stuttgart @IT_Region
    Kommenden Montag, 12. Juni, ist wieder WEBMONTAG STUTTGART. @WebmontagStr @MFG_Akademie https://t.co/90Jp5uAvgS
    vor 17 Tagen
    IT Region Stuttgart @IT_Region
    Übermorgen, Samstag, 10.6.2017, 17 Uhr am @SAE_Institute STUTTGART VR & AR MEETUP #VR #AR #regionstuttgart https://t.co/Tq5oWpWhAa

    IT Region Stuttgart auf XING

    23.06.2017
    Oracle Lizenz Workshop - quofox mehr
    23.06.2017
    SAFe® 4.0 Scrum Master with SSM Certification @€395 only with no fees to Trainer No Commercial ADD mehr
    22.06.2017
    VIDEO: So gelingt Ihrem Unternehmen der Einstieg in die Cloud mehr
    22.06.2017
    Kollegen (m/w) gesucht ! mehr
    22.06.2017
    Systemadministrator (m/w) | ID285 mehr
    21.06.2017
    Neuer Report 2017: Analyse zur aktuellen Bedrohungslage in Unternehmen mehr
    21.06.2017
    Wir suchen Dich als Lead Developer & Architect (m/w) in Karlsruhe, unbefristet (100%), in unserem Headquarter in Karlsruhe mehr