Vom T-Shirt auf das Smartphone

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25.10.2017

Vom T-Shirt auf das Smartphone

Elektronisch leitende Drucktinten (Foto: Peptech)

Elektronisch leitende Drucktinten

Anwendungsbeispiel der Tinten von Peptech (Foto: Peptech)

Anwendungsbeispiel der Tinten von Peptech (Fotos: Peptech)

Viele Menschen lesen ihre Morgenzeitung auf dem Tablet, dem Smartphone oder dem PC. Die Haptik und der Geruch von Papier und Druckerschwärze gehen dabei verloren. Doch auch die klassischen Zeitungsleser sind nicht immer glücklich mit der Wahl ihres Mediums, denn all die Zusatzinformationen, wie Bilder oder Links, die den Lesern einer Online-Zeitung vorbehalten bleiben, stehen ihnen nicht zur Verfügung.

Was tun? Eine Zeitung aus Papier, mit der man auch ins Internet gehen kann, wäre die Lösung. Dies ist bereits Wirklichkeit: Mit der elektronisch leitenden Drucktinte der Peptech GmbH aus Kernen im Remstal lässt sich eine Verbindung vom gedruckten zum elektronischen Medium herstellen.

Ihr Erfinder, der Ingenieur Dr. Norman Mechau, beschäftigt sich seit über anderthalb Jahrzehnten mit der Technologie der Printed Electronics und gründete im vergangenen Jahr die Peptech GmbH. 2017 erhielt er bereits den mit 4.000 Euro dotierten "Gründerpreis Rems-Murr" der Kreissparkasse Waiblingen.

"Die Welt wird immer digitaler, das Internet der Dinge ist keine Mär von ein paar Nerds oder ambitionierten Querdenkern, sondern Realität", erklärt Mechau. "Ich habe nur die klassische Elektronikfertigung in Verbindung mit der Drucktechnologie einfach weitergedacht." Ihm geht es vor allem darum, Dinge zu bedrucken, die mit der klassischen Elektronik nicht funktionieren, weil Papier, Textilien oder Folien flexibel, Elektronik und Leiterplatten jedoch starr sind.

Das Besondere an seiner Tinte: Sie ist extrem flexibel und bis zu 700 Prozent dehnbar, dabei gleichzeitig leitfähig und sehr sparsam in der Anwendung. "Mit einer kleinen 100-ml-Dose kann ich kilometerweit drucken", erklärt Mechau.

Genau genommen ist die Technologie eine Art elektronische Weiterentwicklung des QR-Codes. Konkret bedeutet das für den Nutzer, dass die Berührung eines Buttons auf Papier oder Folie eine Verbindung via Bluetooth zu einem Smartphone oder Tablet auslöst. Über dieses Medium können dann die entsprechenden Zusatzinformationen abgerufen werden.

Das ist aber nur eine von vielen Optionen: Da die Tinte mechanisch flexibel und dehnbar ist, sind den Anwendungen kaum Grenzen gesetzt, zumal die Digitalisierung, auch von Textilien, schnell voranschreitet. "Das können einfache, sehr dünne Schalter auf T-Shirts oder Rucksäcken sein, die auf ein kurzes Antippen verschiedene Daten über Köperfunktionen oder Bewegung generieren", erklärt der Jungunternehmer und zeigt Optimismus: "Dazu möchte ich die Prozesstechnik verbessen und weniger händisch als halbautomatisch arbeiten." Wenn die Produkt- und Kundenentwicklung weitergehen wie bisher, müsse er sich schon bald neue Räume suchen, sagt Mechau.

peptech.de

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