Open Source in der Maschinenbau-Praxis

04.02.2010

Freie Softwarelösungen können die oft ungeliebte Arbeit der Erstellung von technischen Dokumenten sinnvoll und dazu kostengünstig strukturieren und erleichtern.

Das war die Kernbotschaft des Vortrags von Joachim Breitner beim Stuttgarter Anwenderkreis Open Source im Maschinenbau am 4. Februar 2010. Der Mitarbeiter des unabhängigen IT-Beratungsunternehmens ITOMIG GmbH stellte einen Workflow mit freien Werkzeugen für die technische Dokumentation vor.

"Häufig werden einzelne Dokumente einfach per e-Mail zwischen verschiedenen Mitarbeitern hin- und hergeschickt", beschreibt Breitner das Problem, "jeder ändert Inhalt und Layout nach seinen Vorstellungen, so dass es am Ende eher ein Flickwerk als eine einheitliche Dokumentation gibt."

Mit freien Anwendungen zur versionierten Dateiverwaltung könnten dagegen alle Daten zentral vorgehalten werden, was das Verfolgen von Änderungen erleichtere und Versionskonflikte bei zeitgleicher Bearbeitung vermeide. Ein einheitliches Erscheinungsbild lasse sich durch den Einsatz eines offenen Standards wie DocBook lösen, der Inhalt und Layout trenne.

"Die Verbesserung der internen Dokumentation ist aber nur ein Beispiel von vielen, wie die Maschinenbaubranche von Open Source profitieren kann", sagt Breitner. Viele Unternehmen wüssten noch zu wenig über die Vorteile von freier Software wie Lizenzkostenfreiheit und Herstellerunabhängigkeit.

Auch die Fortschritte in Sachen Stabilität und Sicherheit seien häufig nicht bekannt. Um die Branche gezielt darüber zu informieren, engagiert sich die ITOMIG GmbH im Netzwerk "Open Source für den Maschinenbau", das finanziell vom Bund gefördert wird.

Weiterführende Links:

http://www.itomig.de
http://www.ossmaschinenbau.de